Der letzte Tag ist angebrochen, bevor wir uns morgen auf die lange Heimreise begeben. Ausgeschlafen und bei strahlender Sonne schlenderten wir ein letztes Mal durch die lebhaften Strassen Tokio’s. Manchmal sind es die einfachen Momente, die die schönsten Erinnerungen schaffen. Zeit ein paar Punkte revue passieren zu lassen:
Höflichkeit und Respekt. Es ist nicht nur ein Mythos. Diese zwei Eigenschaften sind ganz wichtig in ihrer Kultur und sie werden auch gelebt. Abzeichnen tut sich das mit ihren Begrüssungsritualen wie Verbeugen und ihren höflichen Ausdrücke. Auch sehr gross geschrieben ist der Respekt gegenüber älteren Menschen, sie werden besonders geschätzt und selbstverständlich wird Hilfe und Vortritt angeboten. Es gibt allgemein nur zwei Formen im Umgang: sich zu entschuldigen oder sich zu bedanken. Dies gilt auch in den ÖV und Linienbusfahrten. Der Busfahrer kommentiert, zusätzlich zu den automatischen Ansagen genaustens, was er tut (z.B. abbiegen, bremsen, anfahren). Beim Verlassen des Busses bedankt und verabschiedet er sich bei jedem Fahrgast einzeln. Zur öffentlichen Etikette gehören auch auch leises Sprechen und lautlose Handys, so wirken die Millionstädte trotzdem erstaunlich ruhig und gelassen.
Sauberkeit und Ordnung. Ich kenne kein Land welches in den öffentlichen Bereichen so sauber ist wie Japan. Umso erstaunlicher, dass es nur sehr wenige öffentlichen Abfälle gibt. Es ist völlig normal hier, den eigen produzierten Abfall wieder mitzunehmen und zuhause zu entsorgen. Auch ist es unüblich öffentlich (ausser direkt vor dem Essenslokal oder Getränkeautomat) Trinken und Essen zu konsumieren. Auch die öffentlichen Toiletten waren nach unseren Erfahrungen immer äusserst sauber, das gilt auch für Bahnhöfe, Flughäfen, Restaurants und Bars.
Pünktlichkeit und Effizienz. Die ÖV sind hervorglänzend organisiert. Metro, Züge, Shinkansen; alles ist absolut logisch aufgebaut und als Tourist einfach zu verstehen. Alle Stadtteile sind sehr einfach zu erreichen. Auch die Mitarbeiter dieser Bahnen sind äusserst engagiert einen guten Job zu machen. Zu sehen war das auch beim Zwischenfall und der Verspätung des Shinkansen: auf der Webseite der Bahn war alles genaustens informiert und dokumentiert.
Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Bemerkenswert. Besucher werden willkommen geheissen und zwar auch, wenn das sprachlich nicht immer ganz so einfach ist. Es gab keinen Ort und keine Situation an dem wir uns nicht wohl oder nicht erwünscht fühlten. Sogar wenn wir verwirrt an einer Kreuzung stehen, die Maps auf dem Smartphone studierten, war sich ein Arbeiter der naheliegenden Baustelle nicht zu schade, nachzufragen, ob er uns helfen kann und ob wir etwas bestimmtes suchen.
Es gibt zigg andere Beispiele, aber das würde den Ra(h)men sprengen. Zu guter Letzt, noch ein paar wenige Bilder des heutigen Tages.





